Das müssen Sie beim Einsatz von Smartphones und Co. für Ihre Befragungen beachten.

Geschrieben von Jennifer Erckens

Mobile Befragungen – Das müssen Sie beim Einsatz von Smartphones und Co. beachten

„Mobile Is The New Face Of Engagement“ 1), was bereits 2012 im Blog der SAP vorhergesagt wurde, bestätigt sich nun. Im vergangenen Jahr wurden erstmals mehr Smartphones als PCs und Notebooks benutzt.2) Demzufolge ist der Trend hin zu mobil auch bei Unternehmen erkennbar. Zwei Drittel der Unternehmen stellen ihren Mitarbeitern einen mobilen Internetzugang zur Verfügung, der entweder per Firmen-Device oder Bring-Your-Own-Device-Modell genutzt werden kann.3)

Aber was müssen Sie in Ihrem Unternehmen im Hinblick auf die Durchführung von Befragungen wie beispielsweise 360° Feedbacks oder Mitarbeiterbefragungen mit Smartphone und Co. beachten? Antworten die Teilnehmer anders, wenn sie unterwegs oder in Eile sind? Nehmen sie eher teil, weil sie besser erreichbar sind?

Warum mobil?

Die Grundlagen für eine erfolgreiche Befragung innerhalb Ihres Unternehmens sind neben Anonymität und Transparenz die Akzeptanz der Mitarbeiter.4) Dabei spielt eine große Rolle, auf welchem Weg eine Befragung präsentiert und wie sie für die Teilnehmer zugänglich gemacht wird. So wird beispielsweise eine Befragung auf Papier in einem modernen IT-Startup nur auf eine geringe Teilnahme-Bereitschaft der Mitarbeiter stoßen. Da Mobilgeräte im beruflichen Alltag immer mehr genutzt werden, bietet es sich an, Befragungen auf diesem Weg anzubieten. Nicht zuletzt, da viele Mitarbeiter aufgrund der wachsenden Mobilität schlichtweg nicht die Zeit für das Ausfüllen einer Befragung finden würden, wenn diese an einen festen Arbeitsplatz gebunden wäre.5)  Die beiden Aspekte – sowohl das geeignete Medium für die Darstellung als auch die Zugänglichkeit – steigern die Akzeptanz der Befragung bei Ihren Mitarbeitern und haben damit direkte Wirkung auf die Rücklaufquote.

Unterschiede zu anderen Befragungsformen

Die größten Sorgen beim Anbieten von Befragungen mit Smartphones bestehen in erster Linie in

  • einer zu geringen Datenqualität,
  • einer zu hohen Abbruchrate und
  • kaum aussagekräftigen Angaben bei offenen Fragen.

All diese Bedenken sind widerlegt:  Mehrere umfangreiche und praxisnahe Studien konnten keine Unterschiede im Antwortverhalten feststellen. Die Ergebnisse waren unabhängig davon, ob die Mitarbeiter mit einem Mobilgerät oder mit einem PC an einer Befragung teilnehmen.6) Das gilt auch hinsichtlich besonders sensibler Fragen, wie sie bei Mitarbeiterbefragung oder 360° Feedbacks üblich sind. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall: Es konnte sogar eine Tendenz festgestellt werden, dass die Antwortqualität höher ausfällt, wenn man Smartphone und Co. verwendet.7)

So gestalten Sie Ihre Mobile Befragung erfolgreich

Sie müssen lediglich zwei Dinge beachten, wenn Sie Ihre Survey-Feedback-Verfahren für Mobilgeräte anbieten möchten:

  • Halten Sie die Befragung kurz. Denn Teilnehmer brauchen teilweise länger, wenn sie von unterwegs bei der Befragung mitmachen. Dabei entsteht keinerlei Informationsverlust, denn genau solche kurzen Puls- und Trendbefragungen sind höchst effektiv und ermöglichen agiles Handeln.
  • Das Design muss der Displaygröße entsprechen. „Responsive Design“ ist hier das Stichwort; eine Technik, welche automatisch die Befragung der Bildschirmgröße des jeweiligen Endgerätes anpasst. Veranschaulicht an einem Beispiel bedeutet das: Die Antwortoptionen einer Frage werden bei einem PC auf der rechten Seite angezeigt, während sie bei mobilen Geräten aus Gründen der Usability unten stehen.

Wenn Sie diese beiden Punkte beachten steht einer erfolgreichen Befragung mithilfe von mobilen Endgeräten nichts im Wege.

 

1) http://blog-sap.com/wp-content/blogs.dir/15/files/2012/08/SAP_Mobile_Is_The_New_Face_Of_Engagement.pdf

2) https://t3n.de/news/erstmals-mehr-smartphones-als-pcs-853781/

3) http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/beruf/dienst-smartphones-und-co-mobiles-arbeiten-wird-immer-gaengiger-14566745.html

4) Bungard, W., Müller, K., Niethammer, C. (2007). Mitarbeiterbefragung – was dann …? MAB und Folgeprozesse erfolgreich gestalten. Heidelberg: Springer.

5) https://www.forbes.com/sites/sap/2013/10/23/lousy-response-rates-on-your-employee-survey-heres-how-the-best-leaders-get-great-participation-every-time/#2eeb7a95151a

6) z.B.: Toninelli, D., & Revilla, M. (2016). Smartphones vs PCs: Does the Device Affect the Web Survey Experience and the Measurement Error for Sensitive Topics? – A Replication of the Mavletova & Couper’s 2013 Experiment. Survey Research Methods, 10(2), 153-169. doi: http://dx.doi.org/10.18148/srm/2016.v10i2.6274

7) Public Opinion Quarterly, Volume 81, Issue S1, 1 April 2017, Pages 280–306, https://doi.org/10.1093/poq/nfw088

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Jennifer Erckens
Jennifer Erckens

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